12.08.2026
Tyson Foods senkt Jahresprognose und platziert Anleihen

Foto/Grafik: SN-Verlag
Während die Rindfleischsparte von Tyson Foods unter Druck steht, bleibt die Geflügelsparte der Wachstumstreiber des Konzerns.
Der US-amerikanische Fleisch- und Lebensmittelkonzern Tyson Foods hat seine Ergebnisprognose für das laufende Geschäftsjahr 2026 nach unten angepasst und zeitgleich eine umfangreiche Kapitalmarkttransaktion gestartet. Hauptgrund für die verhaltenere Prognose sind anhaltende Belastungen in der Rindfleischsparte, wo der geringste Rinderbestand in den USA seit 75 Jahren zu historisch hohen Viehpreisen führt und die Margen der Verarbeiter stark unter Druck setzt.
Wie das Unternehmen aus Springdale, Arkansas, bekannt gab, wird für das Geschäftsjahr 2026 nun ein bereinigtes operatives Ergebnis (Adjusted Operating Income) von 2,1 bis 2,3 Milliarden US-Dollar erwartet, nachdem bisher 2,2 bis 2,4 Milliarden US-Dollar angestrebt wurden. Auch das erwartete Umsatzwachstum wurde auf 2,5 bis 3,5 Prozent eingegrenzt. Für das Segment Rindfleisch rechnet der Konzern nun mit einem operativen Jahresverlust zwischen 500 und 650 Millionen US-Dollar. Positiv entwickeln sich hingegen die Bereiche Geflügel und verarbeitete Lebensmittel, die von einer Ausweichnachfrage preisbewusster Verbraucher profitieren. Die Hähnchensparte bleibt damit der wichtigste Wachstumstreiber des Konzerns und gleicht die Schwäche im Rindfleischbereich zumindest teilweise aus.
Um das Fälligkeitenprofil der Verbindlichkeiten zu optimieren, hat Tyson Foods zudem die Ausgabe neuer vorrangiger Anleihen (Senior Notes) im Gesamtwert von 1,0 Milliarde US-Dollar angekündigt. Die Emission teilt sich auf in zwei Tranchen zu jeweils 500 Millionen US-Dollar mit Laufzeiten bis 2031 und 2037. Die Nettoerlöse aus der Anleihebegebung sollen zusammen mit vorhandenen Barmitteln dazu verwendet werden, ein zeitgleich gestartetes Bar-Tender-Angebot zum Rückkauf bestehender Anleihen mit Fälligkeiten in den Jahren 2027 und 2029 im Umfang von bis zu 1,2 Milliarden US-Dollar zu finanzieren.
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