18.03.2026

Landwirtschaftliche Erzeugerpreise im Januar rückläufig

Die Erzeugerpreise landwirtschaftlicher Produkte lagen im Januar 2026 um 10,1 Prozent niedriger als im Januar 2025. Im Dezember 2025 hatte die Veränderungsrate gegenüber dem Vorjahresmonat bei -8,3 Prozent gelegen, im November 2025 bei -5,7 Prozent. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, fielen die Erzeugerpreise landwirtschaftlicher Produkte im Januar 2026 gegenüber Dezember 2025 um 2,3 Prozent.

Die Preise für pflanzliche Erzeugnisse sanken im Januar 2026 um 11,9 Prozent gegenüber Januar 2025, die Preise für Tiere und tierische Erzeugnisse um 8,9 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Im Vergleich zum Vormonat entwickelten sich die Preise gegenläufig: Sie stiegen für pflanzliche Erzeugnisse um 1,9 Prozent, für Tiere und tierische Erzeugnisse sanken sie um 4,7 Prozent.

Preisrückgang bei Speisekartoffeln hält an


Der Preisrückgang bei pflanzlichen Produkten ist erneut unter anderem auf die gesunkenen Preise für Speisekartoffeln zurückzuführen, so Destatis. Diese waren im Januar 2026 um 49,8 Prozent niedriger als im Januar 2025. Gegenüber dem Vormonat Dezember 2025 stiegen die Speisekartoffelpreise um 1,7 Prozent.
sunken, für Gemüse und Wein gestiegen

Die Erzeugerpreise für Obst waren im Januar 2026 um 25,3 Prozent niedriger als ein Jahr zuvor. Preissenkungen gab es unter anderem bei Tafeläpfeln mit -26,9 Prozent. Die Preise für Gemüse stiegen binnen Jahresfrist um 1,8 Prozent, wobei insbesondere Salat (+14,4 %) und Champignons (+3,4 %) teurer waren. Preisrückgänge waren hingegen unter anderem bei Kohlgemüse zu beobachten (-24,1 %). Getreide war im Januar 2026 im Vergleich zum Januar 2025 um 16,7 Prozent günstiger, Futterpflanzen um 8,2 Prozent.

Preisanstieg bei Rindern, Geflügel und Eiern


Der Preisrückgang für Tiere und tierische Erzeugnisse ist unter anderem auf den gesunkenen Milchpreis zurückzuführen, der im Januar 2026 um 23,5 Prozent niedriger als im Vorjahresmonat lag. Auch im Vergleich zum Vormonat Dezember 2025 sanken die Preise für Milch (-8,7 %). Bei Eiern kam es dagegen binnen Jahresfrist zu einer Preissteigerung von 15,4 Prozent.

Die Preise für Tiere lagen im Januar 2026 um 1,6 Prozent höher als im Januar 2025. Maßgeblich dafür war der Preisanstieg bei Rindern um 26,5 Prozent. Bei Schlachtschweinen sanken die Preise hingegen erneut um 16,1 Prozent. Die Preise für Geflügel waren im Januar 2026 um 5,1 Prozent höher als im Januar 2025. Ausschlaggebend hierfür waren die Preissteigerungen bei sonstigem Geflügel (Enten und Puten) um 12,9 Prozent. Bei Hähnchen kam es zu einem moderaten Preisanstieg um 0,2 Prozent, so Destatis.

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