17.08.2026
US-Konzern Madison Air übernimmt Ebm-papst

Foto/Grafik: Ebm-papst
Knapp 5 Milliarden Euro zahlt der börsennortierte US-Konzern Madison Air für den baden-württembergischen Ventilatorenspezialisten Ebm-papst.
Der Ventilatoren- und Motorenspezialist Ebm-papst geht in amerikanische Hände über. Wie das Familienunternehmen aus dem baden-württembergischen Mulfingen bekannt gab, haben die Eigentümerfamilien eine Vereinbarung zur Übernahme sämtlicher Anteile durch den US-Konzern Madison Air unterzeichnet. Der Nettoverkaufspreis beläuft sich auf 4,775 Milliarden Euro, was einer Unternehmensbewertung von rund 5,1 Milliarden Euro entspricht.
Mit dem Eigentümerwechsel wollen die bisherigen Gesellschafter die Weichen für die nächste Wachstumsphase stellen. Madison Air verfüge über die notwendige Finanzkraft, einen langfristigen Horizont sowie eine starke Marktpräsenz in den USA, um das Potenzial in der Luft-, Kälte- und Klimatechnologie noch stärker zu heben, erklärten Chloë McCracken, Jan Philippiak und Ralf Sturm im Namen der Eigentümerfamilien.
Unternehmenshauptsitz in Mulfingen bleibt erhalten
Aus Sicht des Vorstands eröffnet der Vollzug verbesserte Zugänge zum nordamerikanischen Markt. Da Madison Air in Europa und Asien kaum vertreten ist, ergänzen sich beide Unternehmen regional ideal, betonte CEO Klaus Geißdörfer. Neben der internationalen Expansion stehe der Ausbau des Servicegeschäfts sowie der Ausbau der Kapazitäten für Kühlungslösungen im Fokus.
Der Unternehmenshauptsitz in Mulfingen bleibt erhalten. Zudem behalten bestehende Tarifverträge und Betriebsvereinbarungen für die rund 5.800 Beschäftigten in Deutschland ihre Gültigkeit. Weltweit beschäftigt Ebm-papst mehr als 13.000 Mitarbeiter. Der Abschluss der Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt der behördlichen Genehmigungen und wird für Ende des Jahres erwartet.
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