22.06.2026

Belgien: Kartoffelanbaufläche schrumpft deutlich

Die belgischen Kartoffelanbauflächen gehen zur Saison 2026/27 spürbar zurück, was das Marktangebot verringern und die Preise stützen könnte. Nach aktuellen Daten des Service public de Wallonie sinkt die Gesamtfläche im wallonischen Teil Belgiens im Vergleich zum Vorjahr um 11,9 Prozent auf 44.322 Hektar. Die Konsumkartoffelflächen schrumpfen dabei um 11,6 Prozent, während die Pflanzkartoffelflächen sogar um 21,2 Prozent einbrechen. Für Flandern liegen zwar noch keine offiziellen Daten vor, erste Erhebungen deuten jedoch auf ein Minus von rund 20 Prozent hin. Insgesamt wird für Belgien mit einem Rückgang der Anbaufläche um mehr als 15 Prozent gerechnet.

Das letztliche Angebot bleibe allerdings stark von der Witterung abhängig. In der Wallonie hat sich die Wassersituation dank hoher Niederschläge im Mai zwar weitgehend normalisiert, im äußersten Westen bleibt es jedoch zu trocken. Zudem sorgen Anfang Juni regional ungleiche Regenmengen für geteilte Aussichten: Während im Zentrum Belgiens durch lokale Starkregen Risiken von Staunässe und Krankheitsdruck drohen, meldet Flandern anhaltende Trockenheit, die den Bewässerungsbedarf erhöht und ohne baldigen Regen die Erträge gefährdet.

Der TK-Report-Newsletter:
Hier kostenlos anmelden
TK-Report
TK-Report

Kontakt
  • Kontakt Redaktion
  • Kontakt Anzeigen
  • Kontakt Leserservice

Verlag